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Interview mit Christoph Schwennicke, Chefredakteur von Cicero

Christoph Schwennicke

Man kann auch einen kritischen Geist und dennoch Lust auf Politik haben.

Über Sie

Herr Schwennicke, Sie sind seit Mai 2012 Chefredakteur von Cicero. Wie beschreiben Sie ihre bisherigen Erfahrungen an der Spitze des Magazins, welche Neuerungen gab es?

Cicero ist ein erstklassiges, journalistisches Produkt für politischen Journalismus, das war es im übrigen schon, bevor ich dort Chefredakteur wurde. Ich bin es deswegen aber besonders gerne geworden. Wir haben die Optik verändert, verbessert, würde ich sagen, legen noch mehr Wert auf brillante Fotos und bestechende Illustration. Die Formenvielfalt ist größer geworden, mehr lebensnahe Reportagen als vorher. Die Meinungen sind weiterhin pointiert, aber etwas unerwartbarer hoffentlich. Wir haben mehrere neue Kolumnisten wie Amelie Fried und Philipp Blom, die Titelgeschichte steht jetzt immer vorn, und wir haben ein neues Ressort „Stil“ eingeführt, das von den Lesern sehr gut aufgenommen wurde.

Buchautor oder Journalist? Welche Tätigkeit bevorzugen Sie und warum?

Ich bin Journalist, durch und durch. Das Buch übers Angeln  [„Das Glück am Haken“ , erschienen im Droemer Knaur Verlag] war eine kleine Etüde, eine fröhliche Fingerübung, die viel Spaß gemacht hat.

Über Ihre Publikation

Wie würden Sie typische Cicero-Leser beschreiben?

Ein Cicero-Leser ist interessiert an der intelligenten, anderen Meinung, an einem intelligenten, anderen Blickwinkel. Er oder sie lässt sich gerne auch auf längere, kluge Stücke ein. Er/Sie hat Stil und Lebensart, ist politisch und kulturell interessiert. Er oder sie mag nicht den allgemeinen Zynismus, mit dem oft über Politik geschrieben wird. Man kann auch einen kritischen Geist und dennoch Lust auf Politik haben.

Was zeichnet Cicero Ihrer Meinung nach besonders aus?

Die beschriebenen Bedürfnisse und Erwartungen der Leserinnen und Leser zu erfüllen.

Ist die fortschreitende Digitalisierung der Medien ein Thema in der Redaktion? Wie reagieren Sie darauf?

Jeden Tag. Wir haben ein sehr erfolgreiches Online-Portal und arbeiten eng und symbiotisch zwischen Print und Online zusammen. Cicero ist wie gemacht für die hektische, hyperventilierende, digitale Welt. Weil es eine Insel ist, eine Oase für die, die verschnaufen wollen, die lieber einmal im Monat Gründliches und Wesentliches lesen als jeden Tag Zeug, das in einer Stunde schon wieder vergessen ist. So funktioniert im übrigen auch Online bei uns. Cicero bleibt. Cicero verpufft nicht.

Über die Zusammenarbeit mit PR-Verantwortlichen

Welche Informationen oder Anregungen von PR-Verantwortlichen sind für Sie von Nutzen?

Ich habe oft Kontakt mit diesen Kollegen, weiß, was sie wollen und dass ich mir immer darüber im Klaren sein muss, dass das keine altruistische, selbstlose Information ist, die sie angedeihen lassen. Wenn man das berücksichtigt, dann ist die Zusammenarbeit immer bereichernd.

Wie möchten Sie von diesen kontaktiert werden?

Auf allen Wegen.

Welche Ratschläge haben Sie für PR-Verantwortliche in der Zusammenarbeit mit Redaktionen?

Sagt klar und auf den Punkt, was ihr wollt! Rumdrucksen oder kaschieren eigener Interessen bringt nichts. Journalisten schätzen Klarheit.

Aktuelle Updates aus der Cicero-Redaktion finden Sie auf Twitter unter @cicero_online.